Stufige Waldränder

Aufgrund des kantonalen Waldgesetzes und dem Waldentwicklungsplan Leimental sind die Gemeinden aufgefordert, in Zusammenarbeit mit privaten und öffentlichen Waldeigentümern die Waldränder stufig zu gestalten. Grundlage für die Umwandlung in stufige Strukturen sind Pflegeplanungen für Waldränder, welche die Einwohnergemeinden des Forstreviers Allschwil/vorderes Leimental zusammen mit den Bürgergemeinden, dem zuständigen Forstdienst und dem Planungsbüro nateco erarbeiteten.

Ausgangslage

Waldränder, an der Schnittstelle zwischen Wald, offener Flur und Siedlungsgebiet sind wertvolle Landschaftselemente. Intakte, stufige Waldränder bieten vielen Pflanzen und Tieren Lebensraum und sind bedeutsam für den Biotop- und Artenschutz. Leider kommen stufige Waldränder dieser Art nicht mehr vor. Bedingt durch den Umstand, dass sich Wälder nicht weiter ausdehnen können (Grenzen zu Siedlungsgebiet und Landschaft), wachsen die Bäume bis unmittelbar an Grenzen. Dadurch entstehen überhängende Waldränder. Die Bäume ragen weit über die Grenze hinaus. Es entstehen Konflikte bezüglich der Sicherheit im Bereich des Siedlungsgebietes und öffentlicher Anlagen. Als Folge davon entstehen Waldrandstrukturen mit einem stark eingeschränkten Artenreichtum. Die Pflegeplanung für Waldränder sehen vor, dass mittels gezielter Holzschläge der Baumbestand aus dem vorderen Bereich des Waldrandes zurückversetzt wird. Die entstehenden Lücken erhöhen den Lichteinfall auf den Waldboden. Kräuter und Sträucher erhalten so wieder die Möglichkeit zu keimen. Um künftig die stufige Struktur mit einem artenreichen Strauchgürtel am Waldrand zu erhalten, sind Pflegeeingriffe notwendig. Bäume müssen regelmässig zurückgeschnitten werden, um zu verhindern, dass sie bis unmittelbar an den Waldrand wachsen.

Durchführung in Teilschritten

Die ausgearbeitete Pflegeplanung sieht in den ersten Jahren einen Teil der Waldränder vor. Die Prioritäten für das Vorgehen richten sich nach den Aspekten Sicherheit und Artenvielfalt. Holzschläge zur Umwandlung werden in der Regel jeweils in der Vegetationsruhe (Oktober – Februar) durchgeführt.

Projektleitung

Markus Lack Revierförster Allschwil/vorderes Leimental (Kontakt)